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André Malcolm

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André Malcolm tätowiert im Stil japanischer Künstler, ist aber in San Francisco ansässig und derzeit im Studio Analog in San Jose tätig. Online können seine Kunstwerke auf seiner Seite Skull & Sword bewundert werden. Die Ganzkörpertattoos im japanischen Stil sind dezent farbig gehalten, fallen durch gute Zeichentechnik auf und bestechen in ihrem Detailreichtum. Die Anleihen aus der japanischen Tätowiertradition sind offensichtlich: Hier winden sich Drachen den Rücken hinauf oder um Arme herum, Karpfen springen Wasserfälle hinauf, umgeben von wirbelnden Ahornblättern. Die Dämonen und Geisteswesen entfalten farbenfroh ihre Kräfte, und hinter allem spritzt die Gischt des Pazifik oder wirbeln Rauchschwaden. Szenen aus Mythen und Legenden tummeln sich auf den von André Malcolm bearbeiteten Körpern ebenso wie Glückssymbole. André Malcolm arbeitet nicht so detailreich wie die klassischen japansicher Tätowierer, aber er kennt seine Motive gut und weiß, was er wie kombinieren kann oder sollte. Die rein japanischen Designs bleiben etwas plakativ, seine eigentliche Stärke liegt in hybriden Tattoos. Wenn André Malcolm einen sturmumtosten Leuchtturm in rauher See zeichnet und mit Farbe und Leben füllt, merkt man erst, was den japanischen Stil ausmacht: Diese Wellen schlagen kraftvoll, die Gischt scheint vom Körper herunter in den Raum hinein zu sprühen. Wildkatzen, Pandas und andere Motive beherrscht André Malcolm ebenfalls.

André Malcolm wurde 1979 in Spanish Town auf Jamaica geboren, kam Mitte der 1980er Jahre in die USA und wuchs in New York City auf. Mit seiner Frau und Tochter zog er 2010 nach San Francisco. Er kennt sich sehr gut in der Kunstgeschichte, Politik und Mythologie Japans aus und weiß ziemlich genau, was er tut. Was den Stil von André Malcolm wirklich unverwechselbar macht, sind die gut gewählten Motive, die passenden Farben und die traditionellen Kombinationen. Der Künstler arbeitet mit starken Konturen, die er farbig geschickt füllt und in Nuancen modelliert. Der extrem verwirrende Reichtum an weniger wichtigen Details, der japanische Tattoos oft schwierig macht, fehlt hier: André Malcolm arbeitet klar und fokussiert. Tätowiert wird mit der Maschine.

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