Japanische Newschool Tätowierer

Fabio Gargiulo

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Das South Ink Tattoo Studio in Neapel in Italien wird von Fabio Gargiulo betrieben. Der Italiener ist 1981 geboren, gehört also noch der jungen Generation von Tätowieren an. Er studierte an der Akademie der Schönen Künste, bevor er im Oktober 2006 sein Studio eröffnete. Seine Designs sind von der Liebe zu den Künsten Ostasiens getragen, er gibt sehr gerne japanische Motive wieder. Volkslegenden, Geschichten von Krieg, Tod und Liebe sind seine Themen, die er sorgfältig im japanischen Stil als Ganzkörpertätowierung oder als kleines oder größeres Einzelmotiv herausarbeitet. Detailreichtum, sorgfältiges Arbeiten und das Abstimmen der Motive auf seine „Leinwand“ sind die wichtigsten Voraussetzungen für seine Tätowierungen, wie er selbst versichert. Das South Ink Tattoo Studio ist immer wieder an Conventions und Messen, Expos und Ausstellungen beteiligt. Für das Jahr 2017 stehen bisher die Ausstellungen in Paris und Bologna auf dem Programm. 2016 war Fabio Gargiulo in Florenz, Catania, Bologna und anderen Städten vertreten.

Die Motive Fabio Gargiulos sind nicht so fein und detailreich wie die eines Horihide oder Shige, dafür ist er aber in Europa erreichbar. Er arbeitet mit der Tätowiermaschine und legt viel Wert auf feine Farbübergänge und Schattierungen. Neben den üblichen japanischen Drachen, Dämonen, Glückssymbolen und Schutzgottheiten entwirft Fabio Gargiulo auch die Geister und Dämonen des Volksglaubens, gemeine kleine Kreaturen, die in seiner vielfarbigen Umsetzung schon fast humoristisch anmuten. Da sind zum Leben erwachte Poltergeister des Hauses wie beispielsweise der nimmerleere Reiskübel, die rachsüchtige Lampe oder die sich im Sturmwind verselbständigenden Lampions. Leuchtende Farben entwickeln sich aus den monochrom schwarzen Sturmwolken und Rauchschwaden traditioneller Motive, und immer wieder entdeckt man in den Arbeiten Frauengesichter, Dämonenmasken, Totenschädel und Schwerter. Die Farbgebung orientiert sich größtenteils am traditionell japanischen Repertoire, ist aber oft leuchtender ausgeführt.

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